„Wir sind wütend! Wir fordern unsere politischen Vertreter:innen, sich für Geflüchtete einzusetzen!“
Ehrenamtliche, Multiplikator:innen und Aktivist:innen übergeben Resolution zum Thema Flucht und Migration an Kölner Ratspolitiker:innen
- Am Weltgeflüchtetentag (20. Juni) erarbeiteten ca. 130 Engagierte der Stadtgesellschaft eine Resolution
- Diese fordert von Politiker:innen auf Stadt- und Landesebene, sich für die Rechte von Geflüchteten einzusetzen
- Die Aktivist:innen übergeben die Resolution an Kölner Ratspolitiker:innen am Donnerstag, 02.07.2026, 12:30 Uhr, Theo-Burauen-Platz
„Wir sind wütend. Das Recht auf Asyl wird immer mehr ausgehebelt, Migration wird nur noch als Problem diskutiert.“ so Elizaveta Khan, Integrationshaus e. V. , bei der Eröffnung des Kölner Barcamps „Flucht und Migration“ am 20. Juni 2026. „Aber Wut ist gut. Wir lenken sie um in Widerstand und politisches Handeln!“
Gesagt getan: Die mehr als 130 Teilnehmer:innen des Barcamps – Vertreter:innen von Initiativen, Vereinen und solidarischen Netzwerken – erarbeiteten über den Tag hinweg konkrete Forderungen an die Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen und verabschiedeten sie in einer gemeinsamen Resolution (Link zur Resolution)
Die Resolution bündelt Forderungen für eine menschenrechtsorientierte Migrations- und Asylpolitik auf kommunaler und Landesebene. Im Mittelpunkt stehen das Ausschöpfen von Ermessensspielräumen in Bleiberechtsfällen, der Ausbau von Kontakt- und Zugangsrechten für Geflüchtete und ein besserer Schutz besonders vulnerabler Gruppen unter GEAS sowie ein Verzicht auf Abschiebehaft und restriktive Unterbringungsformen.
Zudem fordert die Resolution verbindliche Härtefallprüfungen und eine stärkere Orientierung an internationalen Schutzstandards. Ergänzend fordern die Teilnehmenden bessere Zugänge zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Sprachkursen und sozialer Unterstützung in Köln sowie die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen wie Seenotrettung und Kirchenasyl.
„Mit der Resolution wollen wir unsere politischen Vertreter:innen stärken, sich für die Rechte von Geflüchteten einzusetzen und sich gegen Ausgrenzung und Hass zu positionieren,“ so Marianne Arndt, Mosaik Köln Mülheim e.V., „Denn eins ist klar: Wir brauchen eine starke Allianz zwischen Politik und Zivilgesellschaft, um die besorgniserregenden Entwicklungen zu stoppen!“
Organisiert wurde das Barcamp „Flucht und Migration“ von der Kampagne Ja zu Migration, Mosaik Köln Mülheim e.V., dem Forum für Willkommenskultur, und dem Integrationshaus e. V.

