Offene Freiwilligendienststelle: Die Tagespflege Michaelshoven Sülz sucht eine:n Nachfolger:in

Im Rahmen eines Freiwilligendienstes hat man die Möglichkeit, sich für mindestens sechs Monate bis zu zwölf Monaten zu engagieren und etwas Neues dazuzulernen. Wie bereichernd diese Möglichkeit ist, erzählt uns Katharina Tiggemann, die seit 1. September 2021 einen Freiwilligendienst in der Tagespflege Michaelshoven Sülz leistet. In die Tagespflege kommen jeden Morgen Senior:innen zu Besuch, die sich den Tag über beschäftigen und ihn in Gesellschaft verbringen möchten.

Warum haben Sie sich für einen Freiwilligendienst entschieden?
„Nach dem Abitur wollte ich ins Ausland gehen, berichtet Katharina, jedoch war dies aufgrund der Pandemie nicht möglich. Als ich mich über weitere Möglichkeiten informierte, bin ich auf die Kölner Freiwilligen Agentur aufmerksam geworden. Zu dem Zeitpunkt entschied ich mich für einen Freiwilligendienst, um Erfahrungen in einem sozialen Bereich zu sammeln und meine Zeit sinnvoll zu nutzen.“

Was bereitet Ihnen an Ihrem Freiwilligendienst besonders Freude?
„Ich finde es immer schön, wenn man für seinen Einsatz etwas zurückbekommt. Wenn z. B. die Senioren einem danken oder wenn man für seine Aufgaben und für seinen Einsatz gelobt wird. Erfreulich ist es auch dann, wenn ich merke, dass ich für die Senioren etwas Gutes leiste und mein Einsatz in der Tagespflege einen Sinn hat.“

Erzählen Sie uns über Ihren Tagesablauf in der Tagespflege. Welche Aufgaben müssen Sie regelmäßig erledigen?
kfd_Katharina Tiggemann Wochenplan Diakonie„Mein Tag in der Tagespflege beginnt um 9:30 Uhr und zusammen mit den Betreuungs- und Pflegefachkräften bereite ich zuerst das Frühstück vor. Wir decken den Tisch, backen Brötchen auf. Um 10 Uhr kommen die Gäste in Bussen an und wir holen Sie vom Bus ab, unterstützen sie bei der Garderobe oder quatschen ein bisschen. Wenn alle Gäste da sind, beginnt das gemeinsame Frühstück. Einige Gäste brauchen Hilfe beim Essen oder Schmieren der Brote, diesen Gästen helfen wir. Beim Frühstück setzen wir uns auch immer mit an die Tische, um uns mit den Gästen zu unterhalten und zusammen zu essen, es ist also sehr gesellig, berichtet Katharina. Nach dem Frühstück räume ich die Tische ab und stelle die Spülmaschine an, während meine Kolleg:innen den Gästen Interessantes aus der Zeitung vorlesen. Danach gibt es immer ein Programm, das jeden Tag ein bisschen anders ist. Manchmal wird zusammen Sport gemacht, manchmal wird gekocht, oder etwas gespielt. Ich als FSJlerin kann beim Programm auch meine eigenen Ideen einbringen. Wir haben zum Beispiel einen Klaviernachmittag gemacht.
Nach dem Programm wird dann das Essen warm gemacht oder selbst gekocht, je nach dem welcher Tag es ist. Auch beim Mittagessen helfen wir den Gästen, die Hilfe brauchen und essen mit ihnen gemeinsam. Nach dem Mittagessen räume ich die Tische ab und desinfiziere Handläufe und Türklinken. Die Gäste haben in der Zeit Mittagsruhe, manche legen sich zum Schlafen in einen Raum mit Sesseln und manche lesen Zeitung und unterhalten sich. Ab 14 Uhr habe ich meine Mittagspause.
kfd_Katharina Tiggemann beim Spielabend DiakonieNach der Mittagspause bereite ich mit den Kolleg:innen Kaffee und Kuchen für nachmittags vor, und wir decken die Tische. Manchmal backen wir auch selbst oder bereiten das Programm für den Nachmittag vor. Beim Kaffee und Kuchen setzen wir uns zu den Gästen, reden und lachen viel. Das ist meine Lieblingszeit am Tag in der Tagespflege. Nachmittags gibt es dann wieder ein Programm –  zum Beispiel machen wir jeden Freitag unser eigenes Kino oder ein Quiz.
Ab 17 Uhr werden die Gäste wieder mit dem Bus abgeholt, wir helfen ihnen dann bei der Garderobe und bringen sie zum Bus. Wenn wir uns von allen Gästen verabschiedet haben, beginnen wir mit dem Aufräumen und um 17:30 Uhr habe ich Feierabend.
An manchen Tagen erledige ich auch andere Aufgaben – zum Beispiel kaufe ich für die Tagespflege ein oder gehe mit ein paar Gästen im Supermarkt einkaufen. Es ist also immer sehr abwechslungsreich, auch wenn es einen geregelten Tagesablauf gibt!“

Wie würden Sie die Stimmung in der Tagespflege beschreiben?

Die Stimmung in der Tagespflege beschreibt Katharina als sehr gesellig und entspannt, weil sich die Senior:innen und die Mitarbeiter:innen viel miteinander unterhalten und lachen. Die Mitarbeiter:innen sorgen dafür, dass die Senior:innen sich nicht alleine fühlen, weil viele von ihnen auch alleine wohnen. „Jeden Tag haben wir verschiedene Programmpunkte“, erzählt sie, „wie z. B. zusammen lesen, Klavier spielen, backen, kochen und vieles mehr. Es ist immer eine Abwechslung zwischen dem Programm da, dank der ruhigen Phasen zwischen dem entspannten Programmablauf.“

Was ist das Besondere an einem Freiwilligendienst in der Tagespflege und warum arbeiten Sie gerne mit Senior:innen?
„Das Besondere in der Tagespflege ist die Atmosphäre, die ich sehr gesellig finde, weil es immer sehr unterhaltsam ist, mit den Gästen zu kommunizieren. Man lernt sehr viel Neues dazu und erfährt ziemlich viel über das Leben anderer. Man lernt einerseits mit der älteren Generation umzugehen, weil sie öfters andere Einsichten haben und andererseits erweitert man seinen Horizont und seine Toleranz dadurch“, erzählt die Freiwilligendienstleistende. „Außerdem findet sie die Möglichkeit, den Senior:innen zu helfen und sie zu pflegen etwas ganz Besonders.“
Laut Katharina war ihr Weg am Anfang nicht leicht, weil sie die Senior:innen als sehr ausgereifte Charaktere bezeichnet, die verschiedene Erwartungshaltungen haben. „Man lerne aber damit umzugehen“, sagt sie. „Ich bin dadurch ruhiger und gelassener geworden und auch selbstbewusster, da ich mit solchen Situationen umgehen kann. Mittlerweile verstehe ich mich mit allen gut und habe meine sozialen Kompetenzen weiterentwickelt.“

Warum würden Sie empfehlen, einen Freiwilligendienst zu leisten?
„Ich kann mich nur ein halbes Jahr engagieren, da noch eine Reise geplant ist. Ich empfehle Menschen jeden Alters, einen Freiwilligendienst zu absolvieren, sich auch in der Pflege zu engagieren, weil man viel Neues dazu lernt und viel an sozialen Kompetenzen erweitern kann. Man kann sich freiwillig engagieren und das Gefühle haben, dass man sich für etwas Gutes engagiert.“

Das Interview führte Dharna Katyal, Freiwilligendienstleistende der Kölner Freiwilligen Agentur.

 

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Ruth Schaefers beantwortet sie gerne unter Tel. 0221-888 278-23 oder ruth.schaefers@koeln-freiwillig.de

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