Aktionswoche 2026: Gemeinsam mehr bewegen

22 Unternehmen, 220 Teilnehmende, 2 Projektthemen und rund 1.060 investierte Arbeitsstunden – die Aktionswoche des Forums „Unternehmen engagiert in Köln“ organisiert von der Kölner Freiwilligen Agentur vom 7. bis 9. Juli 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung gemeinsam übernehmen. Mit der höchsten Beteiligung seit Bestehen der Aktionswoche setzte das Netzwerk ein starkes Zeichen für gelebtes Engagement in Köln.

Die 220 Teilnehmenden engagierten sich nahezu zu gleichen Teilen bei zwei Projektthemen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten und doch ein gemeinsames Ziel verfolgen: Menschen miteinander zu verbinden und Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen. Während 13 Unternehmen die Verlegung und Reinigung von Stolpersteinen unterstützten, gestalteten 11 Unternehmen „Seniorenolympiaden“ in 7 Senioreneinrichtungen. 4 der beteiligten Unternehmen engagierten sich sogar bei beiden Aktionen.

Die Seniorenolympiaden machten vor allem eines erlebbar: Wie viel Begegnung bewirken kann. An Bewegungs-, Geschicklichkeits- und Wissensstationen standen Freude, gemeinsames Spiel und der Austausch zwischen den Generationen im Mittelpunkt. Schnell zeigte sich jedoch, dass auch der spielerische Ehrgeiz nicht zu kurz kam. Mit großer Begeisterung wurden Punkte gesammelt, angefeuert und gelacht. Die feierliche Übergabe der Urkunden sorgte schließlich für viele bewegende Momente und machte sichtbar, welche Wertschätzung in einer scheinbar kleinen Geste liegen kann.

Einen anderen, ebenso wichtigen Zugang zu gesellschaftlicher Verantwortung eröffnete die Stolpersteinaktion. Nach der Verlegung neuer Stolpersteine am Karolingerring 27 durch den Oberbürgermeister und den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse KölnBonn, Ulrich Voigt, machten sich die Unternehmensteams mit Reinigungssets, die, ebenso wie die Stolpersteine selbst, von der Stadtsparkasse KölnBonn gesponsort wurden, auf den Weg. Entlang vorbereiteter Routen reinigten sie Stolpersteine und setzten sich mit den Lebensgeschichten der Menschen auseinander, an die sie erinnern. Aus einem praktischen Arbeitseinsatz wurde so eine intensive Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Verfolgung und der Verantwortung, Erinnerung lebendig zu halten. Viele Teilnehmende beschrieben diese Begegnungen als besonders eindrucksvoll und nachhaltig. Die Reinigungskits konnten anschließend mitgenommen werden, um die Erinnerungskultur auch über die Aktionswoche hinaus fortzuführen.

Die Aktionswoche 2026 hat damit eindrucksvoll bewiesen, wie vielfältig Unternehmensengagement sein kann: Es schafft Begegnungen, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und übernimmt Verantwortung – für die Menschen von heute ebenso wie für die Erinnerung an diejenigen, deren Schicksale nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Neuste Beiträge