In der Vergangenheit berichteten wir bereits des Öfteren über verkehrspolitische Initiativen berichtet, wie z. B. über das stadtweit agierende Bündnis Verkehrswende Köln (LINK zum Artikel). Zudem berichteten wir auch über eine lokal aktive Kölner Initiative, die sich für eine Verkehrsberuhigung einsetzt: die „Interessengemeinschaft (IG) Lebenswerte Lux“. Die IG wirkte in den vergangenen Jahren u. a. darauf hin, für mehr Sicherheit, bessere Luft und weniger Lärm Tempo 30 auf einer der wichtigsten Kölner Verkehrsachsen, der Luxemburger Straße, durchzusetzen. Damit hatte die IG großen Erfolg (LINK zum Artikel).
Am vergangenen Dienstag, den 27. April, stellte sich eine weitere verkehrspolitische Interessengemeinschaft in einem Pressegespräch vor: die „IG Lebenswerter Gürtel“. Die IG Lebenswerter Gürtel hat sich Anfang April gegründet und setzt sich aus Klägerinnen und Klägern zusammen, die auf dem rund 5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lindenthalgürtel und Raderberggürtel wohnen. Ziel der IG ist die Umsetzung von Maßnahmen, die den (nachgewiesenen) grenzwertüberschreitenden Straßenlärm von 75 Dezibel tagsüber und 65 Dezibel nachts auf dem Gürtel reduzieren. Die Stadt Köln hatte entsprechende Anträge von Anwohnern bisher nur mit allgemeinen Hinweisen zur laufenden Prüfung eventueller Maßnahmen erwidert.
Die IG verkündete nun, dass mindestens fünf Anwohner von verschiedenen Abschnitten des Gürtels Untätigkeitsklagen beim Verwaltungsgericht Köln einreichen werden, um gesundheitsschützende Maßnahmen (Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h) zu erwirken. Die Chancen für die Durchsetzung des angestrebten Tempo 30 stehen laut IG angesichts früherer Erfolge im gesamten Stadtgebiet hoch.
Weitere Informationen und Erklärungen der IG Lebenswerter Gürtel finden Sie auf der Webseite der IG und auf Instagram.


