
Newsletter „Eimischen“
Ausgabe 3/2026 | 29. September 2026
Inhalt
Förderung politischer Partizipation
Demokratie braucht die Erfahrung: „Ich kann etwas
bewirken!“
Öffentlichkeitsbeteiligung aktuell
Umbenennung von Straßen in Ehrenfeld und Nippes –
Öffentlichkeitsbeteiligung abgeschlossen
Öffentlichkeitsbeteiligung zum Grünzug
Flittard-Stammheim
Öffentlichkeitsbeteiligung zum Wohnquartier Neubrücker
Ring abgeschlossen
Rechtliche Prüfung der Beteiligung zur „Lokalen Agenda
für Köln“
Beteiligung zur Zukunft des Kölner Waldes: Prüfung
läuft
Beteiligung zur RadPendlerRoute zwischen Bergisch
Gladbach und Köln in der Auswertung
Kölner Infrastruktur für Öffentlichkeitsbeteiligung
Bauturbo: Öffentlichkeitsbeteiligung wird zur
Ermessensfrage
Neue Jugendbeteiligung in der Bezirksvertretung
Chorweiler
„Mitmachen in Köln – Systematische
Öffentlichkeitsbeteiligung leicht erklärt“ am 15. Oktober 2026
Kölner Akteure für Engagement und Beteiligung
Engagiert für Ernährungsgerechtigkeit im Veedel –
jetzt mitmachen!
Vom Bürgerbegehren zum Bürgerentscheid? Der
„Fahrradentscheid“ vor dem Verwaltungsgericht
Kölner Schulnetzwerk Demokratie
Rettet das Informationsfreiheitsgesetz
Hinweise – Tipps – Veranstaltungen – Literatur und
anderes mehr zum Thema „Partizipation“
Literaturempfehlungen: Bürgerbeteiligung und
Demokratie
„Beweg was!“ Portal für Kinder- und Jugendbeteiligung
online
Veranstaltungen zu Bürgerbeteiligung und Demokratie in
Köln und Online
Offene Dialogformate in Köln von Oktober bis Dezember
Liebe
Beteiligungsinteressierte,
für eine starke und
resiliente Demokratie ist mehr erforderlich, als eine leitliniengerechte
Top-down-Öffentlichkeitsbeteiligung (die auch wesentlich ist). Der Soziologe
und Rechtsextremismusexperte Matthias Quent hat in seinem Buch „Keine Macht der Ohnmacht!“ hier auch für uns
wegweisende Hinweise gegeben. Menschen, die aus ihrem Ohnmachtsgefühl heraus
sich resignierend zurückziehen oder bei Wahlen rechtspopulistisch bis -extrem wählen, können erreicht und ermutigt werden, ihre
empfundene Ohnmacht zu überwinden. Es ist möglich, ihnen Wege zum Engagement
für ihre wie für Gemeinwohlanliegen zu eröffnen und damit zu
Selbstwirksamkeitserfahrungen, die Ohnmachtsgefühle zurückdrängen. In diesem
Sinne sind wir wie auch weitere in diesem Newsletter vorgestellte Kölner
Akteure aktiv – im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten.
Wir wollen – gemeinsam
mit Ihnen – unsere Möglichkeiten für ermutigende demokratiestärkende
Aktivitäten erweitern. Daher haben wir jetzt unseren „Fonds Demokratiestärken Köln“ auf den Weg gebracht, den wir hier erstmals
vorstellen. Wir würden uns freuen, wenn dieser Fonds mit Ihrer Spende wächst
und so zur Mehrung unserer Wirkungsmöglichkeiten beitragen kann.
Außerdem finden Sie in
diesem Newsletter wieder zahlreiche Infos zu aktuellen oder abgeschlossenen
Beteiligungsverfahren, zu Maßnahmen der Beteiligungsförderung und zu
Aktivitäten Kölner zivilgesellschaftlicher Akteure. In der Rubrik „Forum“
finden Sie ein Plädoyer zur Rettung des Informationsfreiheitsgesetzes. Und zuguterletzt finden Sie am Ende
des Newsletters zahlreiche Publikations- und Veranstaltungshinweise rund um
Aspekte der Förderung politischer Teilhabe.
Wir wünschen Ihnen
eine inspirierende Lektüre und freuen uns über Ihre Rückmeldungen – als
Kommentar, Artikel oder auch mit einer Spende.
Ihr Redaktionsteam
„Einmischen!“
In dieser Rubrik
informieren wir über Aktivitäten und Maßnahmen des Bereichs "Politische
Partizipation" der Kölner Freiwilligen Agentur.
Wer glaubt, nichts
verändern zu können, zieht sich zurück. Wer erlebt, etwas bewirken zu können,
mischt sich ein.
Viele Menschen erleben
Politik und gesellschaftliche Veränderungen zunehmend als etwas, auf das sie
selbst kaum Einfluss haben. Das Gefühl, nicht gehört zu werden und „ohnehin
nichts ändern zu können“, kann zum Rückzug aus demokratischer Beteiligung führen
– und Ressentiments und autoritäre Antworten begünstigen.
Wir wollen dem etwas
entgegensetzen: die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.
Deshalb baut der
Bereich „Politische Partizipation“ der Kölner Freiwilligen Agentur den
spendenfinanzierten Fonds „Demokratiestärkung Köln“ auf.
Mit dem Fonds wollen
wir (noch mehr als bisher) dort aktiv werden, wo klassische
Beteiligungsangebote Menschen oft nicht erreichen. Wir wollen rausgehen: in die
Veedel, auf Plätze und Märkte, in Vereine und Nachbarschaften. Zuhören. Ins
Gespräch kommen. Und Menschen ermutigen, aus Unzufriedenheit und Ohnmacht
eigenes Handeln zu entwickeln.
Denn Demokratie
beginnt nicht erst bei der nächsten Wahl. Sie beginnt dort, wo jemand erlebt:
Meine Stimme wird gehört! Ich kann mich einmischen und etwas verändern!
Genau hier liegt eine
besondere Stärke der Kölner Freiwilligen Agentur. Wir können politische
Beteiligung mit konkreten Möglichkeiten des politisch wirksamen Engagements
verbinden. Aus einem Gespräch kann so der nächste Schritt entstehen: eine
Initiative im Veedel, die Mitarbeit in einem Verein, ein eigenes
Beteiligungsvorhaben – oder eine ganz neue Idee.
Ihre Spende wirkt
doppelt
Der Fonds soll
zugleich ein Hebel für zusätzliche Fördermittel sein. Viele öffentliche
Programme und Stiftungen fördern Projekte nur, wenn eigene Mittel eingebracht
werden. Hier können Ihre Spenden den entscheidenden Unterschied machen: Sie
ermöglichen nicht nur unmittelbar demokratiestärkende Aktivitäten, sondern
können als Eigenmittel weitere Fördergelder für Köln erschließen.
So kann aus einer
Spende mehr werden: mehr Begegnung, mehr Beteiligung, mehr Engagement – und
mehr Menschen, die erfahren, dass unsere Demokratie auch ihnen für ein
wirksames Einmischen offensteht.
Stärken Sie mit uns
die Demokratie in Köln. Nicht irgendwann. Sondern jetzt!
Unsere
Bankverbindung: Volksbank KölnBonn | IBAN: DE28 3806 0186 4501 8760 17 |
Stichwort: „Fonds Demokratie“
Auf Wunsch
veröffentlichen wir Ihren Namen in unserer Unterstützerliste und im Rahmen
unserer Öffentlichkeitsarbeit. Bitte beim Überweisungszweck ergänzend
„öffentlich“ angeben.
[ds]
In dieser Rubrik
informieren über aktuelle, zurückliegende oder auch geplante
Beteiligungsverfahren der Stadt Köln wie auch anderer Akteure.
Informationen zu allen aktuellen Beteiligungsverfahren der Stadt Köln sowie
zu allen abgeschlossenen Verfahren sind auf dem Kölner
Beteiligungsportal zu
finden.
Als am 24. September
2026 die nach zwei wichtigen Akteuren der deutschen Kolonialverbrechen in
Afrika benannten Gravenreuth- und Wißmannstraße
in Ehrenfeld feierlich umbenannt wurden, endete auch ein erfolgreiches Vorhaben
der Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln. Vorausgegangen war ein zweistufiger
Prozess: Im August 2024 wurden Vorschläge zur Umbenennung der Straßennamen
gesammelt. Nachdem die Bezirksvertretung eine Favoritenliste aufgestellt hatte,
konnten im Juni 2025 die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen und Kommentare
zu den Favoriten einreichen. Auf dieser Grundlage beschloss die
Bezirksvertretung am 8. September 2025 schließlich die Umbenennung der beiden
Straßen: Die Gravenreuthstraße heißt nun Cilly-Servé-Straße
und die Wißmannstraße wurde zur Fasia-Jansen-Straße.
Cilly Servé war
Mitglied der Edelweißpiraten und unterstütze u. a. Verfolgte des NS-Regimes.
Fasia Jansen überlebte als afro-deutsche Frau die NS-Zeit und war später u. a.
eine bekannte politische Liedermacherin.
Hintergrundinformationen
zum Beteiligungsprozess sowie die politischen Beschlüsse finden Sie im
Meinungsportal der Stadt:
Umbenennungsfeier für Gravenreuth- und Wißmannstraße | Beteiligungsportal der Stadt Köln
Neue Namen für die Gravenreuth- und Wißmannstraße beschlossen! | Beteiligungsportal der Stadt
Köln
Manga-Bell-Straße
und MANOKA-Denkmal in Nippes
Auch auf ein weitere Straßenumbenenneung steht ganz im Zeichen Aufarbeitung der
deutschen Kolonialverbrechen: Am 25. September wurde die
Gustav-Nachtigal-Straße im sogenannten Nippeser „Afrika-Viertel“ in „Manga-Bell-Straße“
umbenannt. Diese ist benannt nach Rudolf und Emily Manga Bell, die als
Königspaar der Duala friedlichen Widerstand gegen die deutschen Kolonialisten
leisteten.
Die Bezirksvertretung
Nippes setzte sich in den letzten Jahren auf Grundlage einer
Öffentlichkeitsbeteiligung im Jahr 2024 für eine Umbenennung der
Gustav-Nachtigal-Straße ein, doch ohne das Bemühen des Initiativkreises
Gedenkort Afrikaviertel wäre nicht nur die Umbenennung undenkbar, sondern auch
die am 2. Oktober bevorstehende Enthüllung der Skulptur „MANOKA“ des
kamerunisch-deutschen Künstlers Fabien Diffé Kamga. Diese bezieht sich auf das Gefängnis „Manoka“,
in dem Rudolf Manga Bell vor seiner Hinrichtung 1914 von den Deutschen
inhaftiert war, und symbolisiert damit die koloniale Unterdrückung.
Weitere Hinweise zur
Öffentlichkeitsbeteiligung und Presseberichterstattung:
Öffentlichkeitsbeteiligung zur Gustav-Nachtigal-Straße startet – Stadt Köln
Afrikaveedel:
Gustav-Nachtigal-Straße in Nippes wird umbenannt – Rundschau Online
Folgen weitere
Umbenennungen?
Weitere
Straßenumbenennungen könnten in den kommenden Jahren folgen, seit die Stadt
Köln 2021 das Ziel der Aufarbeitung ihres kolonialen Erbes ausgerufen, der
Historische Beirat weitere Stellungnahmen abgegeben hat und
Öffentlichkeitsbeteiligungen zum Teil bereits erfolgt sind .
Aktuell zur Diskussion steht etwa das sog. „Chinesenviertel“ in Ehrenfeld (u.
a. die Takustraße und benachbarte Straßen), hier
fehlt jedoch noch ein finaler Beschluss der Bezirksvertretung. Viele weitere
Straßennamen im gesamten Stadtgebiet gelten zudem als historisch belastet. Ob
jedoch alle tatsächlich Gegenstand von Umbenennungen
und dazu Öffentlichkeitsbeteiligungen nach dem bisherigen Mustern durchgeführt
werden, werden wir fortlaufend beobachten.
Eine Übersicht über
den Sachstand zu den bisher überprüften Straßennamen in Köln finden Sie hier: Undemokratische und kritische Straßennamen | Beteiligungsportal der Stadt
Köln
Der geplante GRÜNZUG
Flittard-Stammheim soll als rund 1,5 Kilometer langer
Erholungs- und Naturraum im rechtsrheinischen Köln entstehen. Das Projekt der
Stadt Köln basiert auf einem Stadtentwicklungskonzept von 2021 und realisiert
den sogenannten „Sprung über den Rhein“, um den historischen Äußeren Grüngürtel
zu vervollständigen. Die neue Grünfläche verbindet die Flittarder
Rheinaue mit der Düsseldorfer Straße und schafft auf bisherigen Agrarflächen
eine Balance zwischen Klimaschutz, Ökologie und Freizeitnutzung.
Das Konzept sieht eine
durchgehende Ost-West-Wegeverbindung vor, die von Wäldern, Hecken und
naturnahen Wiesen gesäumt wird. Neben klassischen Spiel-, Sport- und
Aufenthaltsbereichen sind besondere Highlights wie ein Aussichtspunkt, ein
Gartenlabor zum Gemüseanbau sowie ein Naturerfahrungsraum für Kinder geplant.
Näheres finden Sie im Meinungsportal der Stadt
Köln.
Möglichkeiten der
Beteiligung:
Bis zum 1. Oktober
können Sie sich hier online beteiligen und Anregungen hinterlassen: Webformular und
Kartendialog Grünzug Flittard | Beteiligungsportal der Stadt Köln
Ab Ende des Jahres
2026 wird die Auswertung der Ergebnisse der Beteiligung hier auf dem
Beteiligungsportal der Stadt Köln veröffentlicht.
Die GAG Immobilien AG
plant am Neubrücker Ring ein Wohnquartier mit etwa
700 Wohnungen, das ökologische, ökonomische und soziale Aspekte miteinander
verbindet.
Mindestens die Hälfte
der Wohnungen sollen als öffentlich geförderter Wohnungsbau realisiert werden.
Ergänzt wird das Quartier durch Kindertagesstätten, eine Pflegeeinrichtung,
eine Feuer- und Rettungswache, eine Quartiersgarage sowie öffentliche Grün- und
Spielflächen. Grundstücksflächen, auf denen eine vielfältige Vegetation mit
teilweise landwirtschaftlicher Nutzung vorhanden ist, sollen nicht bebaut und
als Grün- und Ausgleichsflächen erhalten und aufgewertet werden. Andere
Freiflächen sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und durch neue
Fuß- und Radwege eine direkte Anbindung an den Stadtteil Neubrück und an den
angrenzenden Landschaftsraum geschaffen werden.
Vom 24. August bis zum
8. September führte die Stadt gemeinsam mit der GAG eine Beteiligung der
Öffentlichkeit durch. Bürgerinnen und Bürger konnten Lob, Kritik und
Anregungen zu einzelnen Planungsentwürfen abgeben. Die Eingaben wurden
gesammelt und dem Bewertungsgremium zur Kenntnis gegeben, bevor dieses am 14.
September über die Entwürfe entschied.
Die Dokumentation der
Online-Beteiligung können Sie auf dem Meinungsportal der Stadt
Köln einsehen.
Am 8. September
konnten Interessierte mit dem Planungsteam ins direkte Gespräch kommen, am 25.
September fand eine Abschlussveranstaltung mit Vorstellung des Siegerentwurfs.
Diesen und weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf dem Meinungsportal.
Im öffentlichen Raum
in Köln gibt es eine Vielzahl an Handlungsbedarfen, die u. a. die Gestaltung
öffentlicher Räume, die öffentliche Ordnung oder Obdachlosigkeit betreffen.
Dazu wurden in der Vergangenheit für bestimmte Orte in der Stadt bereits
Maßnahmenkataloge erstellt.
Aktuell soll eine
„lokale Agenda“ für das neue Suchthilfezentrum am Perlengraben erarbeitet
werden. Der Entwurf der „lokalen Agenda“ speist sich aus verschiedenen
Themenblöcken, die aus vorherigen Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern und aus
Stellungnahmen aus Wissenschaft und städtischer Verwaltung hervorgegangen sind.
Jeder der sechs Themenblöcke enthält einen Maßnahmenkatalog, der durch die
Online-Beiträge der Kölner Bürgerinnen und Bürgern ergänzt und konkretisiert
wurde.
Im Anschluss an die
Online-Beteiligung, die vom 17. Juli bis zum 9. August möglich war, werden die
Themenblöcke und ihre jeweiligen Maßnahmen aktuell auf Ihre rechtliche und
praktische Umsetzbarkeit hin geprüft.
Die Themenblöcke der
lokalen Agenda sowie die Ergebnisse der Online-Beteiligung können Sie im Meinungsportal der
Stadt Köln nachlesen.
Die Stadt Köln ist
dazu verpflichtet, ihren Wald auf Grundlage einer sogenannten Forsteinrichtung
zu bewirtschaften. Die Forsteinrichtung legt fest, wie der städtische Wald in
den kommenden zehn Jahren gepflegt, entwickelt und bewirtschaftet werden soll.
Dafür werden die
Waldflächen untersucht und bewertet. Auf dieser Grundlage werden Ziele und
Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung des Waldes für die kommenden zehn
Jahre festgelegt.
Nach den Standards des
Forest Stewardship Council (FSC) muss die Stadt bei der Waldbewirtschaftung
bestimmte ökologische, soziale und wirtschaftliche Standards einhalten. Darüber
hinaus sind weitere gesetzliche und fachliche Vorgaben – beispielsweise aus dem
Natur- und Klimaschutz – zu berücksichtigen. (Weitere Informationen finden Sie hier.)
In diesem Rahmen
führte die Stadt vom 6. bis 19. Juli 2026 eine Öffentlichkeitsbeteiligung zur
Neuaufstellung des Forsteinrichtungswerks für den städtischen Wald durch.
Hierbei konnten Erfahrungen, Hinweise und Anregungen zur zukünftigen
Entwicklung des Kölner Waldes eingebracht werden. Die Beteiligung umfasste die
Themen: Nachhaltige Waldpflege, Waldverjüngung sowie Natur- und Artenschutz.
Die Ergebnisse der
Beteiligung, die aktuell geprüft und je nach Umsetzbarkeit in die weitere
Waldstrategie der Stadt einfließen werden, sind auf dem Meinungsportal der Stadt Köln einsehbar.
Mit dem RadPendlerRouten-Netz Köln möchte die Stadt zukünftig Köln
und die angrenzenden Kommunen mit einer guten Radinfrastruktur verbinden. Ziel
ist es, dass das Fahrrad insbesondere für Pendler*innen eine echte Alternative
wird. Schnell umsetzbare Maßnahmen wie Fahrradstraßen schaffen komfortable
Wege, auf denen Radfahrende sicher nach Köln und wieder zurück gelangen.
Die Planungen für die RadPendlerRoute 2 zwischen Bergisch Gladbach und Köln sind
weit vorangeschritten. Um die Route von Bergisch Gladbach nach Köln für den
Radverkehr zu verbessern und sicherer zu machen, sollen in der Chemnitzer
Straße, in der Schweinheimer Straße, in der Iddelsfelder Straße und in der Dabringhauser
Straße Fahrradstraßen eingerichtet werden.
Um die Planungen für
die Fahrradstraßen zu unterstützen, lud die Stadt zu einer Online-Beteiligung
ein, bei der bis zum 26. Juli 2026 konkrete Anregungen gegeben und Fragen an
die Planer*innen gestellt werden konnten. Nach der aktuell erfolgenden
fachlichen Auswertung der zahlreichen Rückmeldungen werden diese veröffentlicht
und je nach Integrierbarkeit in die Verkehrsplanungen eingespeist. Anschließend
wird die Verwaltung der Bezirksvertretung Mülheim und dem Verkehrsausschuss des
Stadtrates eine entsprechende Beschlussvorlage vorlegen.
Allgemeine
Hintergründe zu dem Kölner RadPendlerRouten-Netz und
Informationen zu den sieben weiteren Routen finden Sie hier.
In dieser Rubrik
informieren wir aus dem kooperativen Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung (Stadt
Köln & Kölner Freiwilligen Agentur) sowie aus dem Beratungsgremium
Öffentlichkeitsbeteiligung
Der sogenannte
Wohnungsbau-Turbo ist auch in Köln angekommen. Der Rat der Stadt Köln hat am
19. März 2026 einen Grundsatzbeschluss zur Anwendung der neuen Regelungen des
Baugesetzbuchs gefasst. Damit sollen Wohnungsbauvorhaben schneller genehmigt
werden können – teilweise ohne das sonst übliche
Bebauungsplanverfahren. Die Entscheidung über die Zustimmung zu solchen
Vorhaben wurde dabei weitgehend auf die Stadtverwaltung übertragen
Besonders interessant
ist, was dies für die Beteiligung der Öffentlichkeit bedeutet. Im klassischen
Bebauungsplanverfahren sieht das Baugesetzbuch feste Beteiligungsschritte vor.
Beim Bauturbo entfallen diese Verfahren. Die von Köln
beschlossenen Leitlinien sehen deshalb ausdrücklich vor, dass eine
Öffentlichkeitsbeteiligung nicht automatisch, sondern nur bei „besonderer
städtebaulicher Relevanz oder Betroffenheit“ vorgeschlagen werden soll. Die
Verwaltung stimmt eine solche Beteiligung dann mit der jeweils zuständigen
Bezirksvertretung ab.
Damit gibt es künftig
keinen festen Anspruch darauf, dass die Nachbarschaft bei einem
Bauturbo-Vorhaben beteiligt wird. Ob eine Beteiligung stattfindet, hängt
vielmehr von einer Einzelfallprüfung ab. Die Begriffe „besondere städtebauliche
Relevanz“ und „Betroffenheit“ geben der Verwaltung dabei einen erheblichen
Beurteilungsspielraum.
Gleichzeitig hat der
Rat politische Kontrollmöglichkeiten vorgesehen. Bei Vorhaben mit mehr als 75
Wohneinheiten beziehungsweise 6.750 Quadratmetern Geschossfläche Wohnen, bei
Projekten im Außenbereich oder bei Vorhaben, die von der bestehenden Struktur der
„Äußeren Stadt“ abweichen, wird der Ausschuss für Stadtentwicklung und
regionale Zusammenarbeit gemeinsam mit den betroffenen Bezirksvertretungen
informiert. Auch bei Konflikten mit städtischen Konzepten oder besonderen
städtebaulichen Konflikten sollen die politischen Gremien einbezogen werden.
Für kleinere Vorhaben
gilt dagegen: Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist nach den Kölner Leitlinien
nicht generell vorgeschrieben. Die Bezirksvertretungen und der zuständige
Ausschuss werden allerdings regelmäßig über Bauturbo-Vorhaben ab 20
Wohneinheiten informiert.
Ein Antrag, ab 20
neuen Wohnungen grundsätzlich eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorzuschreiben,
fand im Rat keine entsprechende Aufnahme in die beschlossenen Leitlinien.
Vorgesehen bleibt damit ein Verfahren, bei dem die Stadt im Einzelfall
entscheidet, ob die Öffentlichkeit beteiligt wird.
Der Kölner Beschluss
bedeutet also nicht, dass Bürgerbeteiligung beim Bauturbo
ausgeschlossen ist. Er verändert vielmehr ihre Stellung: Aus einem regelmäßig
vorgesehenen Bestandteil des Bebauungsplanverfahrens wird ein Instrument, das
die Stadt je nach städtebaulicher Bedeutung und Betroffenheit einsetzen kann.
Quellen:
https://www.stadt-koeln.de/artikel/74587/index.html
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf61/leitlinien_bauturbo_k%C3%B6ln.pdf
Eine interessante
Einordnung der unterschiedlichen Umgangsweisen von Kommunen mit dem Bauturbo in Bezug auf Öffentlichkeitsbeteiligung liefern
Moritz Maikämper und Stephan Willinger vom BBSR (Bundesinstitut für Bau-,
Stadt- und Raumforschung) in dem Artikel
„Beteiligungspraxis im Rahmen des Bau-Turbos“
An den Sitzungen der
Bezirksvertretung Chorweiler nimmt im Schuljahr 2026/27 ein Jugendvertreter
teil. Die erste offizielle Sitzung für ihn ist am 5. November. Der Antrag von
CDU und FDP zur Einrichtung einer Jugendvertretung in Chorweiler wurde im Frühjahr
in der Bezirksvertretung einstimmig angenommen, die AfD enthielt sich.
Vorbild für Chorweiler
ist das Pilotprojekt in der Innenstadt, das im letzten Jahr stattfand und als
erfolgreich bewertet wird. Ein wesentlicher Unterschied fällt jedoch sofort
auf: In der Innenstadt haben zwei Jugendliche an den Sitzungen teilgenommen, in
Chorweiler wird es nur einer sein. Der Grund dafür ist ein geringeres Budget.
Pro Sitzung erhält der Jugendvertreter, genau wie die Seniorenvertretung, eine
Aufwandsentschädigung von 65 Euro.
Die Auswahl des
Jugendvertreters erfolgte durch die Bezirksschüler:innenvertretung
(BSV) nach den Bedingungen der Bezirksvertretung: Die Person soll ihren
Wohnsitz in Chorweiler haben oder eine Schule im Stadtbezirk besuchen und
zwischen 16 und 27 Jahre alt sein. Aus Sicht des Kinder- und Jugendforums
Chorweiler (KJF) ist dieses Auswahlverfahren nicht optimal, weil ein Großteil
der Jugendlichen im Bezirk so kein Mitspracherecht hatte. Das KJF übernimmt die
pädagogische Begleitung und legt viel Wert darauf, Jugendlichen aus allen
Schulen und Stadtteilen des Bezirks die Teilhabe an der Jugendvertretung zu
ermöglichen. Deswegen werden die Treffen zur Vor- und Nachbereitung der
Sitzungen offen für alle interessierten Jugendlichen sein. Sie sollen so die
Möglichkeit bekommen, eigene Themen in der Bezirksvertretung einzubringen. Der
Jugendvertreter wird dort Rede- und Antragsrecht haben.
Paul Wirriger vom KJF
möchte den Jugendlichen durch die Teilhabe ein anderes Image von Politik
vermitteln. Für viele sei „Demokratie“ nur noch ein Schlagwort und Politik
etwas, das über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Die Jugendvertretung in
Chorweiler solle ihnen zeigen, dass wirksame Veränderungen umgesetzt werden
können. Wichtig ist Paul Wirriger auch, dass die Jugendlichen einen intensiven
Einblick in die Arbeit der Bezirksvertretung und der einzelnen Parteien
bekommen. Das sei angesichts der verhältnismäßig
niedrigen Wahlbeteiligung und der hohen Stimmenanteile für die AfD, die in
Chorweiler bereits durch destruktives Verhalten aufgefallen ist, in diesem
Bezirk besonders wichtig.
Bei der Wahl im
letzten Jahr hat die AfD in der Bezirksvertretung Chorweiler vier von 19 Sitzen
erhalten. Die Fraktion nutzte ihren Anteil von über einem Fünftel, um für jeden
einzelnen Beschluss eine geheime Wahl zu beantragen, was die Sitzungszeit stark
verlängerte und effektive Entscheidungsfindungen verhinderte. Nach einer
deswegen abgebrochenen Sitzung am 12. März dieses Jahres änderte der Kölner
Stadtrat daher die Geschäftsordnung. Nun ist ein Viertel der Stimmen notwendig,
um eine geheime Wahl zu beantragen.
Links:
Zum Beschluss zur
Einrichtung einer Jugendvertretung in Chorweiler: https://buergerinfo.stadt-koeln.de/si0057.asp?__ksinr=34837
https://buergerinfo.stadt-koeln.de/si0057.asp?__ksinr=34837
Zum Kinder- und
Jugendforum Chorweiler: https://www.kjf-chorweiler.de/
Zum Artikel über die
AfD in der BV Chorweiler: https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/als-reaktion-auf-afd-verhalten-koelner-stadtrat-plant-wichtige-aenderung-der-geschaeftsordnung-1246420
Kostenlose
Informationsveranstaltung bei der Kölner VHS zeigt, wie Kölner*innen sich bei
Projekten der Stadt einbringen und Beteiligung anregen können
Wie können
Kölner*innen ihre Ideen und Perspektiven in Projekte der Stadt einbringen – zum
Beispiel bei Bauprojekten, der Gestaltung von Straßen und Plätzen oder der
Erstellung von Konzepten zu verschiedenen Themen? Welche Möglichkeiten der
Bürger*innenbeteiligung gibt es in Köln? Wie lässt
sich eine Beteiligung zu einem konkreten Projekt anstoßen? Und wie geht es nach
einer Beteiligung eigentlich weiter?
Antworten auf diese
Fragen gibt die kostenlose Informationsveranstaltung „Mitmachen in Köln – Wie
Öffentlichkeitsbeteiligung funktioniert“ am Donnerstag, 15. Oktober 2026 von
17 bis 18:30 Uhr bei der Kölner VHS im Bezirksrathaus Mülheim, VHS-Saal, Wiener
Platz 2a, 51065 Köln.
Das kooperative Büro
für Öffentlichkeitsbeteiligung und die Kölner VHS laden gemeinsam dazu ein, die
Möglichkeiten der Beteiligung der Stadt Köln kennenzulernen. Anhand konkreter
Beispiele erfahren die Teilnehmenden, wie Öffentlichkeitsbeteiligung in der
Stadt Köln organisiert ist, wann und wo sie stattfindet und wie sie sich bei
konkreten Projekten der Stadt einbringen können.
Im Mittelpunkt steht
die Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln. Die Teilnehmenden
können lernen, wie Beteiligungsverfahren funktionieren, wo sie Informationen zu
aktuellen Projekten der Stadt finden und unter welchen Voraussetzungen sie
selbst eine Öffentlichkeitsbeteiligung anregen können. Das Beteiligungsportal „Meinung für Köln“ und die Leitlinien für
Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln werden vorgestellt. Außerdem geht es
darum, wie Menschen in Köln eigene Anliegen einbringen, sich für die Stärkung
der Demokratie einsetzen können und dabei Unterstützung durch das kooperative
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung erhalten.
Das kooperative Büro
für Öffentlichkeitsbeteiligung ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um
die Beteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen der Stadt Köln. Es
besteht aus einem Verwaltungs- und einem stadtgesellschaftlichen Teil in Trägerschaft
der Kölner Freiwilligenagentur e.V. Gemeinsam wollen beide Teile
Beteiligungsmöglichkeiten der Stadt bekannter und zugänglicher machen.
Mit der Veranstaltung
schafft die Kölner VHS einen offenen Lern- und Informationsort für
demokratische Teilhabe. Interessierte benötigen keine Vorkenntnisse und können
ihre Fragen einbringen.
Die Teilnahme ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich: Zur Anmeldung
Gesundes und gutes
Essen sollte für alle Menschen selbstverständlich sein. Doch auch in Köln ist
das längst nicht Realität. Der Ernährungsrat Köln bringt deshalb Menschen zusammen, die sich für
Ernährungsgerechtigkeit einsetzen möchten und stärkt dabei insbesondere die
Stimmen von Menschen, die von Ernährungsarmut betroffen sind. Um diese Ziele
besser zu erreichen, kooperieren wir mit dem Bereich „Politische Partizipation“ der Kölner Freiwilligen Agentur.
Du möchtest dich
einbringen oder hast eine Idee? Erfahre hier, wie das geht!
Wenn Essen zum
Luxus wird
In Deutschland sind
rund drei Millionen Menschen von Ernährungsarmut betroffen. Eine aktuelle Studie von
Sanktionsfrei e.V. zeigt:
Knapp 70 Prozent der Menschen in der Grundsicherung können sich keine gesunde
Ernährung leisten. Auch in Köln ist Armut für viele Menschen Alltag. Im
Durchschnitt ist etwa jede vierte Person armutsgefährdet. Wenn gesunde
Lebensmittel nicht bezahlbar oder erreichbar sind, hat das negative
Auswirkungen auf Gesundheit und soziale Teilhabe – das ist nicht gerecht.
Der Ernährungsrat
möchte daher sein Engagement für Ernährungsgerechtigkeit in Köln ausbauen. Alle
Menschen – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Status – sollen Zugang
zu gesunden, bezahlbaren und nachhaltig produzierten Lebensmitteln haben.
Und wir gehen direkt
in die Veedel: mit unserem Info-Lastenrad sind wir unterwegs, sprechen die
Menschen an, um zu von ihrer Lebensrealität zu lernen und herauszufinden, was
wir hier in Köln gemeinsam verändern können.
Wie kannst auch du
etwas beitragen?
Ob du bereits aktiv
bist oder gerade erst überlegst, dich einzubringen: Der Ernährungsrat
unterstützt dich dabei, dein eigenes Engagement für Ernährungsgerechtigkeit
zu entwickeln und umzusetzen. In Kleingruppen gibt es Beratung und
Workshops.
Dabei sind
unterschiedliche Formen des Engagements möglich: zum Beispiel in Koch-,
Bildungs- oder Versorgungsgemeinschaften, bei Demonstrationen, in
einer Arbeitsgruppe des Ernährungsrats oder mit einer eigenen Community-
oder Veedels-Initiative. Auch wer noch keine konkrete Idee hat, kann sich
beraten lassen und herausfinden, welches Engagement passt.
Und das Engagement
kann weitergetragen werden: Gemeinsam mit der Kölner Freiwilligenagentur
entwickeln wir ein Bildungsformat für Menschen, die als Multiplikator:innen aktiv werden möchten. Sie
können anschließend in ihren Communities über Ernährungsgerechtigkeit
informieren und andere für gesellschaftliches und politisches Engagement
motivieren
Gemeinsam für
Ernährungsgerechtigkeit
Eine gerechte
Ernährungspolitik und eine gute Lebensmittelversorgung brauchen Menschen, die
sich einmischen, Erfahrungen teilen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Du möchtest dich
für Ernährungsgerechtigkeit in Köln einsetzen? Egal, ob du selbst Erfahrungen mit
Ernährungsarmut hast, bereits engagiert bist, eine Initiative im Veedel
unterstützt oder einfach neugierig bist: Deine Perspektive und deine Ideen
zählen!
Kontakt: E-Mail Gutes Essen für Alle
Wir, die Grannies for Future Köln (grannies-for-future-koeln.de)
suchen Kontakt zu Initiativen in Köln, die sich für die Entsiegelung bzw.
Begrünung von Flächen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze) einsetzen. Dies
kann mit unterschiedlichen Zielen einhergehen z.B. die Verbesserung der
Aufenthaltsqualität, Beschattung und Hitzeschutz, nachbarschaftliche Nutzung
und Kontakt.
Ziel unseres Aufrufs
ist es, Initiativen und Stadtverwaltung in einen „andersartigen“
Gesprächskontakt zu bringen, in dem strukturelle Hemmnisse erkannt, besprochen
und Anliegen besser vermittelt werden können. Ziel ist es darüber hinaus,
Abläufe zu verbessern und das, von der Stadt Köln selber
angestrebte Konzept einer Schwammstadt zu unterstützen. Kontakt: wilfriedgoergen@netcologne.de
Hintergrund: Wir als Grannies
for future wollen, ausgehend von unserem Kernthema
Klimaschutz und Klimaanpassung, einen Beitrag leisten zur Verbesserung der
Lebensqualität in Köln. Wir beschäftigen uns dabei vor allem mit den Themen
Hitze und Starkregen und deren Folgen für das Leben in Köln, u.a. für unsere
Altersgruppe.
Wir sind in Kontakt
mit ersten Initiativen der o.g. Art. Bei unserem Kontakt haben wir erfahren,
wie schwierig bürgerschaftliches Engagement oft ist, wenn es auf Verwaltung und
Politik sowie auf unterschiedliche Zuständigkeiten, rechtliche Regelungen und
politische Positionen trifft.
In einem nächsten
Schritt würden wir gerne einen Überblick über die bestehenden Initiativen und
ihre Umgestaltungsziele vor Ort bekommen. Dazu benötigen wir einen Erstkontakt,
um den wir hiermit bitten.
Mit dem Umweltamt der
Stadt Köln haben wir unsererseits Kontakt aufgenommen und sind gegenwärtig im
Gespräch, zum weiteren Vorgehen. Ein Überblick über die bestehenden Initiativen
und ihre Ziele und Probleme würde uns bei unseren Gesprächen sicherlich weiterhelfen.
Wir selber
bringen unsere langjährigen beruflichen Erfahrungen mit kommunaler Verwaltung
und Politik in den Prozess ein.
Wenn sie unsere Idee
unterstützen wollen, melden sie sich bitte per Mail bei Wilfried Goergen . Bitte
geben sie dabei eine Kontaktperson und eine Telefonnummer an.
Wir danken ganz herzlich für ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung,
Seit 2022 gibt es eine
städtische Planung zur Verbesserung des Radverkehrshauptnetzes, das im Rahmen
der angestrebten Mobilitäts- und Klimaziele bis 2035 umgesetzt werden soll.
Allerdings fehlen darin konkrete Ausbauverpflichtungen der Stadt.
Genau da setzt seit
einigen Jahren der „Fahrrad-Entscheid Köln“ an: Die Initiative setzt sich für
eine beschleunigte Umsetzung des bestehenden städtischen Plans für eine bessere
Radverkehrsinfrastruktur ein und fordert konkrete Verpflichtungen zum Ausbau
der Radverkehrswege: Gefordert werden unter anderem jährlich 40 km im gelben
Netz (entspricht ca. 480 km Hauptverkehrsachsen) sowie 30 km Fahrradstraßen im
grünen Netz (entspricht ca. 880km Straßen durch Wohnviertel und Grünflächen)
bis zum Jahr 2030. Bei den Veränderungen im gelben Netz geht es im Wesentlichen
um die räumliche Trennung von Fahrrad und Straßenverkehr, während beim grünen
Netz in erster Linie die Zusammenführung von Rad und Auto zu einem
„verträglichen Miteinander“ im Vordergrund steht. Mit diesen Zielmarken will
die Initiative die Attraktivität des Radverkehrs gegenüber dem Auto deutlich
erhöhen und die „Verkehrswende“ beschleunigen.
Mit dem Ziel eines Bürgerbegehrens hatte die
Initiative der Stadt Köln im Mai 2025 mehr als 28.000 Unterschriften übergeben
und damit das erforderliche Quorum von 3 % der Kommunalwahlberechtigten
(aktuell knapp 25.000 Menschen) klar übertroffen.
Die Stadt lehnte im
Juni 2025 das Bürgerbegehren ab, weil es – zusammengefasst – zu unverständlich
für die Kölner Bürgerinnen und Bürger sowie zu umfangreich sei. Die Stadt
kritisierte, dass der „Fahrrad-Entscheid“ nur ein allgemeines „Leitthema“ zur
Abstimmung stelle, aber nicht konkretisiere, welche Straßen von der
eingeforderten Beschleunigung der Umsetzung des Radverkehrshauptnetzes
betroffen seien. Zudem würde nicht eine Sachfrage, sondern verschiedene Themen
(Aus- und Umbau von Radwegen und die Einrichtung von Fahrradstraßen) zur
Abstimmung gestellt, die verschiedene „tatsächliche wie verkehrsrechtliche
Maßstäbe“ tangierten.
Der Rat folgte der
Argumentation der Verwaltung Anfang Juli 2025, beschloss aber mehrheitlich,
dass die Verwaltung darlegen solle, „wie dem inhaltlichen Ziel des
Bürgerbegehrens entsprochen werden kann“, um über die möglichen finanziellen
Mittel entscheiden zu können.
Der
„Fahrrad-Entscheid“ bezeichnete die Ablehnung des Bürgerbegehrens als „Skandal“
und verwies auf den Austausch mit der städtischen Dienststelle für Anregungen,
mit der das Bürgerbegehren im Vorfeld abgestimmt worden war. Die Initiative
legte Klage beim Verwaltungsgericht Köln ein und fing die bisherigen
Prozesskosten über Crowdfunding auf.
Entscheidung vor
dem Verwaltungsgericht – und dann?
Nun verhandelt am 15.
Oktober das Verwaltungsgericht Köln über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens.
Sollte das Gericht dessen Zulässigkeit feststellen, könnte es womöglich zum
ersten Bürgerbegehren seit 2015 kommen – damals allerdings scheiterte ein Bürgerbegehren
gegen den Umbau des Platzes vor dem Kölner Rathaus letztlich
vor Gericht.
Auch ein für den
„Fahrrad-Entscheid Köln“ positives Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts würde
jedoch nicht automatisch bedeuten, dass der Rat sich erneut mit dem
Bürgerentscheid befassen muss. Die Stadt könnte das Urteil vor dem
Oberverwaltungsgericht in Münster anfechten. Und selbst wenn nach Köln auch
noch Münster das Begehren abschließend als zulässig beurteilen sollte, könnte
der Rat dem Bürgerbegehren immer noch mit einem Beschluss entsprechen. Nur wenn
sich der Rat final sperren sollte, könnte es danach innerhalb von drei Monaten
tatsächlich zu einem Bürgerentscheid kommen.
Dieser Prozess würde
wahrscheinlich weit bis ins nächste Jahr dauern, sodass die vom
„Fahrrad-Entscheid“ eingeforderten Zielmarken zur Verbesserung der
Radverkehrsinfrastruktur bis 2030 fraglich bleiben.
Mehr Infos und
Hinweise:
Webseite und Instagramprofil des
Fahrrad-Entscheids
Erklärung der Stadt zur
Unzulässigkeit des Begehrens
Beschlussvorlage des Rats
(aus dem Ratsinformationsdienst)
Bericht des Kölner Stadtanzeigers
Das Kölner
Schulnetzwerk Demokratie ist ein privates Netzwerk aus Kölner Lehrern, Eltern
und Schülern, die sich für Demokratiebildung an Kölner Schulen einsetzen. Dabei
geht es nicht um klassischen Unterricht, sondern um Debattieren, Übernehmen von
Verantwortung und Gestalten.
Im Netzwerk mitwirken
können Schüler, Lehrer, Eltern/Erziehungsberechtigte oder sonstige
Interessierte, die sich gerne für Demokratie in Schulen, Beteiligung und eine
offene Gesellschaft einsetzen wollen.
Das Netzwerk möchte
Ideen teilen, Projekte sichtbar machen, dazu anregen voneinander zu lernen und
gemeinsam dafür sorgen, dass Demokratie in Kölner Schulen erlebbar wird.
Es finden regelmäßige
Treffen on- und offline zum Austausch und zur Planung von Aktionen statt.
Interesse? Dann kontaktiere das Schulnetzwerk Demokratie
auf Instagram.
Mit dem Forum
Partizipation laden wir ein zur Diskussion oder stellen unsere oder die
Positionen Dritter zur Diskussion. Ihre Diskussionsbeiträge sind willkommen!
Das
Informationsfreiheitsgesetz des Bundes (IFG) bietet seit 2006 Anspruch auf
Einblick in Behördenvorgänge des Bundes. Mithilfe des IFG wurden bereits
zahlreiche problematische Vorgänge in Bundesbehörden öffentlich gemacht (z.B.
das Mautdesaster, die Maskengeschäfte des ehemaligen Gesundheitsministers Jens
Spahn oder zuletzt die Fördermittelaffäre der Berliner Kultursenatorin). Nun
sehen CDU und SPD in ihrer jüngsten Koalitionsvereinbarung vor, das IFG so weit
zu schwächen, dass man besser von einer Abschaffung sprechen sollte. Konkret
sehen die Änderungsvorschläge vor:
·
IFG-Anträge künftig nur
noch bei nachgewiesenem „berechtigten Interesse“ zuzulassen.
· zivilgesellschaftliche Organisationen auszuschließen
· Journalistinnen und Journalisten auszuschließen
· Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder Unionsbürgerschaft
auszuschließen
· den Beauftragten für die Informationsfreiheit abzuschaffen
· Behörden mehr Möglichkeiten zu geben, Anträge abzulehnen
· Namen von Behördenmitarbeiterinnen und Behördenmitarbeitern auch in
leitenden Funktionen konsequent zu schwärzen
· Anträge mit hohen Kostenrisiken zu belasten
Die dahinter liegende Absicht ist so dreist wie offensichtlich, denn für die
vorgebrachten Sicherheitsgründe (u.a. Schutz militärischer Geheimnisse vor
Spionage, Schutz der Persönlichkeitsrechte von Behördenmitarbeitern, Schutz der
öffentlichen Sicherheit) gibt es im IFG von jeher wirksame Ausnahmen. Pauschal
ins Feld geführt wird auch der bürokratische Aufwand für die Beantwortung der
Anfragen – dabei wird der gar nicht erfasst!
Tatsächlich geht es
offenbar darum, demokratische Kontrolle zu schwächen und sich nicht mehr „auf
die Finger schauen“ zu lassen. Bereits vor einem Jahr wollte die CDU das IFG im
Rahmen der Koalitionsverhandlungen deutlich schwächen. Das scheiterte jedoch am
Widerstand der SPD (die das IFG 2004 in einer rot-grünen Bundesregierung mit
auf den Weg gebracht hatte). Vereinbart wurde zwischen den Koalitionspartnern
stattdessen “das Informationsfreiheitsgesetz mit einem Mehrwert für Bürgerinnen
und Bürger und Verwaltung (zu) reformieren.” NGOs wie Transparency
International, FragDenStaat, Mehr Demokratie e.V. und andere machten sich daher
für eine Erweiterung des IFG in Richtung eines Transparenzgesetzes stark, wie
es z.B. Schweden oder auch Hamburg vorweisen können: Dort werden wichtige
Unterlagen und Dokumente nicht erst auf Anfrage zusammengesucht, sondern von
Vornherein im Rahmen der Amtsroutine veröffentlicht. Diese Umkehrung der Hol-
in eine Bringschuld vereinfacht den Informationszugang für Bürger nicht nur beträchtlich,
sondern spart den Behörden unterm Strich auch Arbeit. Dass stattdessen nun der
im europäischen Vergleich ohnehin erst spät eingeführte Abschied vom
(preußischen) „Amtsgeheimnis“, den das IFG gewissermaßen darstellt, de facto
wieder rückgängig gemacht werden soll, hat eine Welle der Empörung ausgelöst.
Vergleichbare Gesetze
gibt es übrigens auch auf Landesbene:
Entweder als Transparenzgesetze (außer im bereits genannten Hamburg, in Bremen,
Rheinland-Pfalz und Thüringen) oder als Landes- IFGs (in allen übrigen
Bundesländern, außer in Bayern und Niedersachsen, die weder ein Transparenz-
noch ein Informationsfreiheitsgesetz vorweisen können). Auch wenn das
Nordrhein-Westfälische IFG (das auch für die Stadt Köln gilt), von der
aktuellen Debatte zum Glück nicht berührt wird: Transparenz staatlichen
Handelns ist ein hohes demokratisches Gut und ohne Informationsfreiheit nicht
realisierbar. Information bildet zudem die Basis von Beteiligung und Teilhabe.
Als Kölner Freiwilligen Agentur / Politische Partizipation unterstützen wir
deshalb den offenen Brief von mehr als
130 zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie die Petition von
Frag-den-Staat zur Rettung des IFG: „Stoppt den Frontalangriff auf die
Informationsfreiheit“ (WE ACT)
Hier ein
chronologischer Pressespiegel zum Thema:
DIE TAGESSCHAU vom 27.
März.
DIE ZEIT vom 3. Juli.
DIE TAGESSCHAU vom 6.
Juli.
DIE TAGESSCHAU vom 7.
Juli.
DIE ZEIT vom 7. Juli.
DIE TAGESSCHAU vom 8.
Juli.
NETZPOLITIK.ORG vom 13.
Juli.
DEUTSCHLANDFUNK vom 17.
Juli.
DIE TAGESSCHAU vom 23.
Juli.
Und zum Hören:
SWR vom 18. August.
Außerdem:
Im Folgenden sind
Literaturempfehlungen zu den Themenfeldern „Methodik der Bürgerbeteiligung und
Zivilgesellschaft“ und „Demokratie, Gesellschaft & Populismus“ sowie
einschlägige, in der Presse erschienene Beiträge, Interviews etc. zu
„Demokratie und Populismus“ aufgelistet.
Publikationen zu
„Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft“
Dieses Arbeitsbuch
soll es euch als Mitarbeitende kommunaler Verwaltungen leichter machen,
vielfältige Perspektiven in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Denn
mehr Menschen mit Beteiligung erreichen zu wollen, heißt, diejenigen aktiver
einzubeziehen, die sich von klassischen Beteiligungsangeboten nicht
angesprochen fühlen. Unsere Empfehlungen dienen als Anregung, die eigene
Beteiligungsarbeit zu ergänzen – und möglicherweise neue Wege zu gehen, um mehr
Menschen zu erreichen. LINK
Was braucht es für
eine lebendige Demokratie? In einer Zeit wachsender politischer Spannungen und
geopolitischer Krisen sind neue Formen der demokratischen Beteiligung gefragt.
Das vorliegende Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse – also die Einbindung
von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung – die Demokratie
beleben, politische Entscheidungen verbessern und die vielfältigen Krisen
unserer Zeit konstruktiv adressieren können. Mit dieser Publikation leistet der
Autor einen theoretisch fundierten und praktisch überzeugenden Beitrag zur
Diskussion über die Zukunft der Demokratie. LINK
Mit dem
»Kinderrechte-Index« überprüft das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. in
vergleichender Weise, wie die in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegten
Kinderrechte in den deutschen Bundesländern tatsächlich umgesetzt werden. Durch
eine fundierte Bestandsaufnahme werden seit 2019 Umsetzungsunterschiede
aufgezeigt, bestehende Lücken sichtbar gemacht und konkrete Handlungsbedarfe
herausgestellt. Insgesamt besteht der Kinderrechte-Index aus sechs Teilindizes;
der zweite Bericht von 2025 setzt sich in einem ausführlichen Analysepapier mit
dem »Recht auf Beteiligung« als wichtiger Grundlage einer gelingenden
Engagement- und Beteiligungspraxis auseinander. Sebastian Schiller und
Christina Shneydin erläutern in ihrem Beitrag für den Wegweiser
Bürgerbeteiligung das Vorgehen zur Bildung des Teilindexes, stellen die
zentralen Ergebnisse vor und diskutieren den Erkenntnisstand zum Zusammenhang
von strukturellen Maßnahmen und gelingender Praxis. LINK
Affektive
Polarisierung, die Übersetzung politischer Differenzen in emotionale
Gegnerschaft, beeinflusst heute alltägliches Handeln und kann Vertrauen in
demokratische Institutionen, Kompromiss- und Kooperationsbereitschaft
schwächen. Die Ansätze zur Überwindung gesellschaftlicher Spaltung sind indes
zahlreich und reichen von Bürgerräten über Wahlrechtsreformen bis hin zu
vielfältigen Dialog- und Begegnungsprojekten. Doch welche Maßnahmen wirken
wirklich? Das MIDEM-Policy Paper »Affektive Polarisierung verringern.
Strategien, Befunde und Grenzen« bietet einen fundierten Überblick über die
internationale Forschung zu Depolarisierungsstrategien. Oliviero Angeli stellt
in seinem Beitrag für den Wegweiser Bürgerbeteiligung vier Strategietypen vor
und diskutiert ihre Potenziale – auch vor dem Hintergrund ihres zentralen
Schwachpunkts: der fehlenden Nachhaltigkeit. LINK
Was kann Beteiligung
für den gesellschaftlichen Rückhalt der Energiewende leisten? Und wie kann eine
notwendige Beschleunigung der Energiewende mit demokratischer Teilhabe und
lokaler Einbindung verbunden werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat
eine Studie u.a. des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) am GFZ die
Beteiligungsformate in rund 200 Wind-, Freiflächensolar- und
Übertragungsnetzausbauprojekten in ganz Deutschland ausgewertet. Es wird
deutlich, dass weniger die bloße Durchführung einzelner Formate, sondern deren
Kombination, Qualität, Intensität und lokale Einbettung Garanten für tragfähige
und effiziente Transformationsprozesse sind. Franziska Mey erläutert in ihrem
Beitrag für den Wegweiser Bürgerbeteiligung den hiermit verbundenen
konzeptionell-analytischen Ansatz des »Beteiligungshandabdrucks« und stellt die
wichtigsten Erkenntnisse der Studie vor. LINK
Für das Gelingen der
Energiewende ist eine aktive Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern,
Stakeholdern und Kommunen unverzichtbar. Digitale Beteiligungsplattformen
versprechen einen breiteren Zugang zu Planungsprozessen. In einer neuen Studie
des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) fordern die beteiligten
Wissenschaftler allerdings einen grundlegenden Wandel in der Umsetzung der
digitalen Partizipation: Statt als Sammelsurium einzelner Kommunikationstools
sollte diese als ganzheitliche Beteiligungsinfrastruktur für den gesamten
Planungsprozess verstanden werden. Die Studie verbindet eine umfassende
Auswertung der aktuellen Forschungslage mit den Ergebnissen des dreijährigen
Forschungsprojekts »Partizipative Energiewende-Visualisierung und Kommunikation«
(ENVIKO), an dem mehr als 800 Teilnehmende aus Kommunen, Energieverbänden,
zivilgesellschaftlichen Gruppen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen
beteiligt waren. LINK
Breit rezipierte
und empfehlenswerte Literatur zu Demokratie, Gesellschaft & Populismus:
Wer es kürzer mag:
Einschlägige Interviews, Kolumnen und Beiträge von Soziologen, Politologen,
Historikern in der Presse:
Krisen, Kriege, Extremismus: Engagement für Demokratie wird wichtiger
AfD und linke Parteien: Die Sprache, die die Linke nicht spricht | DIE ZEIT
Extremismus: »Sie empfinden sich als bedeutungslos« | DIE ZEIT
Wer wählt wirklich die AfD?:
„Nur knapp 20 Prozent sind radikal-rechte Autoritäre“
Soziologe Klaus Dörre erklärt, warum die AfD bei Arbeitern stärkste Partei
ist – Kultur – SZ.de
Bundestagswahl: Soziologe Quent: AfD macht sich selbst größer als sie ist |
DIE ZEIT
Historiker Jörg Baberowski über Populismus und liberale Demokratie – DER
SPIEGEL
Ilko-Sascha Kowalczuk im Interview: „Rassismus ist die DNA der AfD“ –
Gesellschaft – SZ.de
Podcast »Alles gesagt?«: Katja Hoyer, wie zerbricht eine Demokratie? | DIE
ZEIT
Nur eine Frage: Wiederholt sich Geschichte, Ute Frevert? | DIE ZEIT
Am 22.9. hat das
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln die neue „Building Democracy-App“
gelauncht. Sie ist webbasiert und erweitert die Angebote des NS DOK rund um das
Thema Demokratiebildung. Die App kann auf spielerische Weise direkt in der
eigenen Nachbarschaft (Schule, Dorf oder Stadtteil) angewendet werden. Die
Spieler*innen recherchieren, diskutieren und entwickeln mithilfe der App in
Teams Lösungen für konkrete Themen, die sie selbst in ihrer jeweiligen Umgebung
verändern möchten, so etwa die Forderung nach mehr Verkehrssicherheit auf dem
Schulweg oder auch mehr öffentliche Begegnungsorte im eigenen Viertel.
Entwickelt wurde
Building Democracy in Kooperation mit dem Cologne Game Lab.
Mehr Infos unter: www.building-democracy.de
Seit Mai 2026 bietet
das Ministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ eine
Plattform zu Beteiligungsformaten für Kinder und Jugendliche an. Unter dem
Motto „Beweg was! Politik für dich.“ legt die Webseite „mitwirken.gov.de“ u. a. dar, warum Kinder- und
Jugendbeteiligung für unsere Demokratie wichtig ist und welche
Gestaltungsrahmen für Kinder- und Jugendbeteiligung möglich sind. Zudem listet
die Seite bestehende oder zukünftige Beteiligungsformate für Jugendliche und
junge Erwachsene in zahlreichen Regionen und Kommunen in Deutschland auf,
sodass Kinder und Jugendliche einsehen können, wo, zu welchem Thema, in welchem
Format und wann sie sich beteiligen können. (Das Angebot richtet sich gemäß der
Jugendstrategie der
Bundesregierung an 12- bis 27-Jährige.)
mitwirken.gov.de
bietet darüber hinaus Anbietern (Ministerien, Ländern, Kommunen, Verbänden und
weitere Einrichtungen) von Beteiligungsformaten für Jugendliche eine
Möglichkeit, ihre Formate über das Portal zu bewerben. Gleichzeitig hält das
Portal viele weitere Informationen und Praxishilfen für Beteiligungsformate
bereit.
m Folgenden sind
Tagesveranstaltungen und mehrtägige Veranstaltungen aufgelistet, die in den
kommenden Wochen in Köln und Region oder online zu Öffentlichkeitsbeteiligung
und/oder demokratischer Teilhabe stattfinden:
Dienstag, 29.
September 2026, 15:00-16:00 Uhr (online): Gestaltungsmerkmale für einen
intersektionalen Bürgerrat, LINK
Dienstag, 29.
September, 16:30-18 Uhr (online): Wie gelingt der demokratische
Schulterschluss? Im Gespräch mit Tatjana Kinzelbach und Birger Hartnuß aus der
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Diskussionsreihe „Auf dem Weg in eine
zukunftsorientierte Demokratie“, LINK
Donnerstag,
15. Oktober, 10-16 Uhr (online): Alle im Boot?! Schwer erreichbare Zielgruppen
in Beteiligungsprozesse einbeziehen. Workshop-Reihe „Praxis Beteiligung und
Mitwirkung“, LINK
Donnerstag und
Freitag, 15./16. Oktober 2026 (Köln): BarCamp 2026
der Bundeszentrale für politische Bildung: Gesellschaft unter Druck – Soziale
Ungleichheit erkennen, Prävention stärken, Zusammenhalt fördern, LINK
Mittwoch, 28.
Oktober 2026, 16:30–18:00 Uhr (online): Können Kneipen die Demokratie retten?
Im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Schroeder. Diskussionsreihe „Auf dem Weg in
eine zukunftsorientierte Demokratie“, LINK
Montag, 2.
November 2026, 17:00–18:30 Uhr (online): Wie stärken Gemeinschaftsorte die
lokale Demokratie? Im Gespräch mit Dr. Larisa Tsvetkova. Diskussionsreihe „Auf
dem Weg in eine zukunftsorientierte Demokratie“, LINK
Mittwoch, 4.
November 2026, 17:00-18:30 Uhr (online): Netzwerk Bürgerräte: Klima-Bürgerräte
verbindlich machen, LINK
Mittwoch und
Donnerstag, 4./5. November 2026, jeweils 10:00–14:00 Uhr (online): Von der Wut
zur Mitwirkung. Einbeziehung von Menschen, die sich vom demokratischen Dialog
abwenden. Workshop-Reihe „Praxis Beteiligung und Mitwirkung“, LINK
Dienstag und
Mittwoch, 10./11. November 2026 (online): Deutschland. Digital. Demokratisch –
D3-Kongress, LINK
Freitag, 13.
November 2026, 18:00-20:0 Uhr (online): Ein Update für unsere Demokratie, LINK
Donnerstag,
19. November 2026, 13.00–18.00 Uhr (online): Zivilgesellschaftliche Netzwerke
partizipativ und erfolgreich starten , LINK
Montag, 23.
November 2026, 14:00–17:30 Uhr (online): Machen statt Meckern – Mitmach- und
Begegnungsorte gemeinsam gestalten, LINK
Dienstag, 1.
Dezember 2026, 17:00–18.30 Uhr (online): Brauchen wir (neue) Lernorte der
Demokratie? Im Gespräch mit Tülin Kabis-Staubach vom Planerladen
e.V. Dortmund Diskussionsreihe „Auf dem Weg in eine zukunftsorientierte
Demokratie“, LINK
Mittwoch, 2.
Dezember 2026, 17:00 – 18:30 Uhr (online): Netzwerk Bürgerräte: Bürgerräte mit
KI organisieren, LINK
Donnerstag, 10.
Dezember 2026, 13:00–18:00 Uhr (online): Mit der Kommune ins Gespräch kommen, LINK
Im Folgenden sind
offene Dialogformate chronologisch aufgelistet, die in den kommenden Wochen und
Monaten (mit und ohne Anmeldung) in Köln stattfinden:
Köln, wir müssen
reden: Jeden Montag, 19-20:30
Uhr, Kneipe „Eigenheim“, Nordstraße 2
50733 Köln-Nippes
HEY Porz! Veedels-Konferenz, 9. Oktober, 15-19 Uhr, Jugend- und
Gemeinschaftszentrum Glashütte, Glashüttenstraße 20, 51143 Porz
Sprechen und Zuhören für
Schülerinnen und Schüler: 12. Oktober, 14-16 Uhr, AOK-Haus Köln, Neumarkt 18a,
50667 Köln
Thekengespräch im mittendrin: 12. Oktober, 19-20:30 Uhr, Friedrich-Ebert-Platz 3, 51143 Köln-Porz
Sprechen und Zuhören: 13.
Oktober, 16-18 Uhr, AOK-Haus Köln, Neumarkt 18a, 50667 Köln
Demokratie Dienstage: 13.
Oktober, 19:30-21:30, Theater im Dose, Zülpicher Str.
39, 50674 Köln
Demokratie Dienstage: 15.
Oktober, 19:30-21:30 Uhr, 19:30-21:30, Zülpicher Str. 39, 50674 Köln
Sprechen und Zuhören: 3.
November, 17:30-19:30 Uhr, Evangelischer Kirchenverband Köln und Region,
Kartäusergasse 9-11
Sprechen und Zuhören: 17.
November, 19-21 Uhr, Forum Tunisstraße, Tunisstraße 4, 50667 Köln, Erdgeschoss
Demokratie Dienstage: 17.
November, 19:30-21:30, Theater im Dose, Zülpicher Str.
39, 50674 Köln
Sprechen und Zuhören: 2.
Dezember, 18-20 Uhr, Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V., Großes Forum,
Melchiorstr. 3, 50670 Köln
Demokratie Dienstage: 8.
Dezember, 19:30-21:30, Theater im Dose, Zülpicher Str.
39, 50674 Köln
Dieser Newsletter wird
herausgegeben von der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. | Bereich
"Politische Partizipation"
Redaktion: Leon
Oerder, Dieter Schöffmann (v.i.S.d.P.), Boris
Sieverts, | Ausgabe #3/2026 – 29.09.2026
Fotos: Alle Fotos ©
Kölner Freiwilligen Agentur e.V. – außer wenn anderweitig angegeben
Kölner Freiwilligen
Agentur e.V. | Politische Partizipation, Clemensstr. 7, 50676 Köln, 0221
888278-16, beteiligen@koeln-freiwillig.de